Die Politik im Stadtteil erklärt

Gesprächsrunde im Garten der Lebenshilfe Braunschweig – Mittelweg

Gespräch mit Christian Plock (Bezirksrat Nord)

Braunschweig. Endlich mal wieder eine Präsenz-Veranstaltung! Im Rahmen des Projektes „Wir wollen Demokratie“ luden die Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport e.V. und die Lebenshilfe Braunschweig zu einem Gespräch mit Christian Plock ein. Christian Plock ist parteiloses Mitglied des Bezirksrats Nord in Braunschweig (der Stadtteil hat ca. 22.000 Einwohner). Der Bezirksrat Nord besteht aus 17 Männern und Frauen (nach der Kommunalwahl 19), die über die Politik im Stadtbezirk entscheiden.

Teilnehmende der Veranstaltung im Garten der Lebenshilfe Braunschweig im Mittelweg

12 Bewohner:innen aus dem Mittelweg und der Nordstraße nahmen an der Veranstaltung teil, die im Garten der Lebenshilfe am Mittelweg 67 stattfand. Gut 90 Minuten lang wurde über politische Themen gesprochen. Es ging unter anderem um die Barrierefreiheit der Wahllokale im Stadtteil, die Verkehrssituation rund um die Wohnstandorte, die Schließung einer Postfiliale in der Umgebung und Probleme mit rasenden Autos, E-Rollern und Busfahrern sowie um die politische Beteiligungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung. Das Fazit: Nur meckern reicht nicht, man tut sich zusammen und schreibt Briefe an die entsprechenden Stellen!

Auch über die Grenzen der Möglichkeiten der politischen Beteiligung wurde gesprochen. Wenn z.B. private Betreiber von Geschäften auf Barrierefreiheit verzichten, können sie auch von der Politik nur angefragt werden, das zu verbessern – aber es gibt keine Handhabe, sie zur Umsetzung zu bringen. 

Rege Teilnahme an der Diskussions- und Fragerunde

Außerdem wurde gefragt, an wen sich Menschen mit Beeinträchtigung mit ihren Fragen und Problemen im Stadtteil wenden könne. Angeregt wurde u.a. ein Kummerkasten, mit dem die Sorgen der Menschen an die Politik gebracht werden können und eine gemeinsame Aktion im Projekt „Wir wollen Demokratie“, bei der gemeinsam Briefe verfasst und z.B. an die Verkehrsbetriebe gesendet werden. Ein weiterer Vorschlag ist, den Kontaktbeamten der Polizei einzuladen und persönlich kennenzulernen. 

Die 90 Minuten gingen schnell vorbei, nicht alles konnte besprochen werden – es wurde sich auf eine Fortsetzung am 29. Juli verständigt. Dann kommt noch mindestens eine weitere Person aus der Politik hinzu. Wir freuen uns drauf!

Das Projekt „Wir wollen Demokratie“ wird gefördert von Aktion Mensch